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Das „Porzellanschloss“ von europäischem Rang
Schloss Favorite Rastatt
Detail des Schlossgartens von Schloss Favorite Rastatt
Der dendrologische Rundgang

Seltene Bäume

49 besondere Bäume, unter ihnen heimische und exotische Arten, gibt es im Schlossgarten zu entdecken. Ihre Beschriftungen sind Tafeln nachempfunden, wie sie schon in den 1920er-Jahren hier eingesetzt wurden. Ein wichtiger Aspekt beim Umgang mit dem historischen Garten: Wie schützt man die Bäume vor Hitze?

Traubeneiche am See im Schlosspark von Schloss Favorite

Traubeneiche am See.

Heimische Bäume

Einige Linden und Rotbuchen, die sich im Garten erhalten haben, stammen noch aus dem 18. Jahrhundert. Zu den besonders markanten Bäumen innerhalb der Anlage gehört die große Traubeneiche (Quercus petraea) am Weiher. Weitere Eichen im angrenzenden Waldgebiet, dem ehemaligen Fasanengarten, sind 240 bis 300 Jahre alt. Eichen pflanzte man gerne in eingezäunten Jagdwäldern an, da die Eicheln als Futtermittel für das Wild dienten.

Übersichtsplan zum Rundgang

Übersichtsplan.

Exotische Bäume

Johann Michael Schweyckert legte den Englischen Landschaftsgarten an. Er hatte von seiner Reise nach England viele Samen von Pflanzen mitgebracht, die damals in Deutschland noch unbekannt waren. Neuartig waren im späten 18. Jahrhundert zum Beispiel Arten aus Asien wie der Japanische Schnurbaum (Sophora japonica) oder der Ginkgo (Ginkgo biloba), aber auch die Schwarzkiefer (Pinus nigra), die ursprünglich in Kleinasien und Südeuropa heimisch ist.

Amerikanischer Amberbaum im Schlossgarten von Schloss Favorite Rastatt

Amerikanischer Amberbaum im Schlossgarten.

Bäume aus Amerika

Eine ganze Reihe von Bäumen stammt aus Nordamerika – zum Beispiel der Amerikanische Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera), der Mammutbaum (Sequoiadendron giganteum) oder die Schirmmagnolie (Magnolia tripetala) mit ihren großen Blüten und leuchtend roten Fruchtständen. Der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua) ist einer der wichtigsten Bäume, die den nordamerikanischen „Indian Summer“ so bunt machen. Ist der Herbst ausreichend warm, entwickelt er auch hier im Schlossgarten eine auffallende Färbung.

Mammutbaum im Schlossgarten von Schloss Favorite Rastatt

Der Mammutbaum hat einen großen Wasserbedarf.

HITZEEMPFINDLICHE RIESEN

Steigende Temperaturen infolge des Klimawandels machen den Bäumen immer stärker zu schaffen – an einigen Arten lassen sich bereits erste Hitze- und Trockenheitsschäden verzeichnen. Maßnahmen wie etwa regelmäßiges Wässern, Düngen und Freistellen helfen, die Bäume besser gegen die Hitzesommer zu schützen. In zwei Forschungsprojekten unter Beteiligung der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg wird daran gearbeitet, weitere präventive Maßnahmen für die historischen Parkanlagen zu entwickeln.

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